Fachveranstaltung Frauengesundheit: Gesundheit. Gerecht. Gestalten

Das Gesundheitssystem sieht Frauen nicht. Nicht in Daten. Nicht in Leitlinien. Nicht in Versorgungsstrukturen. Und das hat Folgen: Schmerzen werden nicht ernst genommen, Diagnosen kommen zu spät, Therapien greifen nicht, weil sie nie für Frauen entwickelt wurden. Das ist kein Versehen. Das ist systematisches Strukturversagen. Und Struktur lässt sich verändern.
Frauengesundheit gewinnt endlich an politischer Sichtbarkeit, und damit entsteht Handlungsspielraum. Den wollen wir nutzen. Nicht nur, um Ungleichheiten sichtbar zu machen, sondern um sie zu überwinden.
Auf der Fachveranstaltung diskutieren wir, welche strukturellen Veränderungen jetzt notwendig sind und wie eine geschlechtergerechte Versorgung nachhaltig gestärkt werden kann. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Versorgung und Zivilgesellschaft analysieren wir zentrale Herausforderungen und entwickeln Forderungen für eine geschlechtergerechte Gesundheitspolitik.
Unser Ziel ist klar: Evidenz in politische Praxis übersetzen, Versorgungslücken aufdecken und schließen und eine Gesundheitsversorgung gestalten, die Frauen gerecht wird. Frauengesundheit gehört ins Zentrum der Gesundheitspolitik.

Programm

10:30 Einlass

11:00 – 11:15 Uhr Begrüßung Julia-Christina Stange , MdB, Sprecherin für ambulante Versorgung, Frauengesundheit und Ausbildung in Gesundheitsberufen

11:15 – 11:45 Uhr Keynote – Prof. Dr. Sylvia Stracke , „Geschlechteraspekte in der medizinischen Forschung und Versorgung“
Leitung Nephrologie, Dialyse und Hochdruckkrankheiten, Klinik für Innere Medizin A, Universitätsmedizin Greifswald; Verbundkoordinatorin des BMFTR-Projekts „Inklusive Exzellenz in der Medizin"

11:45 – 12:30 Uhr Diskussionsrunde I: Unsichtbar im System: Gender Data Gap in Forschung und Diagnostik
Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer – Medizinische Fakultät, Universität Münster, Forschungsgruppe „Cognition & Gender“
Prof. Dr. Sylvia Stracke, Leitung Nephrologie, Dialyse und Hochdruckkrankheiten, Klinik für Innere Medizin A, Universitätsmedizin Greifswald; Verbundkoordinatorin des BMFTR-Projekts „Inklusive Exzellenz in der Medizin"
Prof. Dr. Gertraud (Turu) Stadler – Charité - Universitätsmedizin Berlin, Geschlechterforschung in der Medizin (GIM) Forschungsgruppe „Prävention“
Nina Haffer, M. Sc. - Berlin Institute of Health at Charité (BIH) - Core Facility Digital Medicine and Interoperability; Podcast „Weiberbildung“

12:30 – 13:00 Uhr Pause

13:00 – 13:20 Uhr Keynote II – Evelyn Schötz, MdB, Sprecherin für Pflege und psychische Gesundheit

13:20 – 14:05 Uhr Diskussionsrunde II: Unterversorgt. Untersucht. Und jetzt? Frauengesundheit im System – Bedarf, Befund, Reform
Georgia Fehler, M.A. – G3 Arbeitsgemeinschaft für Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung e.V.
PD Dr. Lorena Dini, M. Sc. IH – Charité Universitätsmedizin, Projekt „Frauen 5.0“
Nina Schernus, B.A. – Beraterin Feministisches Frauengesundheitszentrum e.V., Berlin
Corinna Harder, M. Sc. – Psychologische Psychotherapeutin, TuBF e.V. - Therapie und Beratung für Frauen und INTA+, Bonn

14:05 – 14:25 Uhr Abschlussdiskussion

14:25 – 14:30 Uhr Abschlussstatement und Ausblick

Anmeldeschluss: 22.09.2026 um 23.59 Uhr

Jakob Kaiser Haus im Bundestag
Dorotheenstraße 101
Raum JKH 2732


Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Einlass:
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